Lime Scooter in Auckland ausprobiert

Heute hatte ich die Chance das erste mal einen Elektroscooter von Lime auszuprobieren. Die aus San Francisco bekannten grünen Scooter sind seit Oktober auch in Auckland gestartet.

Da ich mich gerade in Neuseeland im Urlaub befinde habe ich mir flux die App runter geladen und ein Konto angelegt. Läuft genauso einfach wie die bei uns bekannten Fahrradverleiher.

In Auckland stehen die Grünen Dinger in der Innenstadt an jeder Ecke rum, sodass ein passendes Gefährt schnell gefunden war. Ansonsten zeigt einem die App aber auch auf einer Karte die in der Umgebung befindlichen Scooter an.

Mit der App scannt man den QR-Code auf dem grünen Flitzer und nach ein paar Sekunden ist dieser entsperrt und es kann los gehen. Oder eben nicht wie in meinem Fall. Denn ich bekam bei den ersten beiden Geräten eine Meldung, dass diese gewartet werden müssen. Also weiter zum nächsten uns irgendwann hat es dann auch funktioniert. Der Scooter besitzt einen Gasregler auf der rechten Seite und eine Bremse (für vorne und hinten) auf der linken Seite. Also eigentlich idiotensicher wenn man halbwegs das Gleichgewicht halten kann.

Für 0,30 NZD pro Minute sowie einer einmaligen Entsperrgebühr von 1,00 NZD kann man munter im gesamten Stadtgebiet rumdüsen. Aber das beste bei diesem Service von Lime ist, dass man die Dinger überall auch einfach stehen lassen kann. Keine Sorge ob man nun an der richtigen Station ist oder aus Versehen gerade eine Strafgebühr verursacht. Alles sehr einfach und transparent.

Lime Elektroroller in Auckland, Neuseeland

Lime Elektroroller in Auckland, Neuseeland

In Auckland selbst darf man mit den Roller übrigens auf dem Fahrrad und den Gehwegen fahren. Aufgrund der Bordsteine kann man allerdings auf letzteren nur eingeschränkt schnell fahren. Auf den Radwegen sind aber 20 – 25 km/h gerne mal drin. Die Reichweite der Roller reicht locker für mindestens 10 km und wird in der App vor dem entsperren auch direkt angezeigt.

Alles in allem finde ich dass Lime hier einen klasse Service zur Verfügung stellt. Hierdurch wird der öffentliche Nahverkehr zusätzlich gestärkt da besonders für die „letzte Meile“ in der Stadt so etwas ausgezeichnet ist. Die Preise sind vertretbar und man ist bei kurzen Strecken auch schneller am Ziel als mit dem Taxi.

Man muss allerdings auch zugeben, dass die Dinger wirklich überall sind und zum Teil mitten auf dem Gehweg stehen. Allerdings ist dies kein Problem des Anbieters oder der Stadt sondern einfach die Dummheit der Menschen. Wer seinem Mitbewohner mit Kinderwagen gerne einen Roller quer vor den Weg stellt ist einfach dämlich. Ebenso die Leute die damit rücksichtslos umgehen und riskant auf den Gehwegen fahren.

Abschließend ist es leider mal wieder Schade, dass solche innovativen Ideen und Konzepte nur außerhalb Deutschlands angewandt und auch gefördert werden. Bis sich in Deutschland die Politik endlich darauf geeinigt hat wie man die Roller zulässt etc. vergehen leider zig Jahre in denen weiter fleißig der Autoverkehr die Straßen verstopft.

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